THC-TR-0001
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Mein erster THC "peng".
Jaja, es ist ne weile her und ich schreib das aus dem Gedächnis. Ich fang mal mit dem an was alle kiffer wissen und worüber jeder angehende kiffer stolpert. Das erste mal T╓RNT NICHT. ;)
Bitte fragt nicht warum aber es ist wahr, THC wirkt nicht beim ersten, oft auch nicht beim zweiten und manchmal nichtmal beim dritten mal. Nunja, dies war iirc mein drittes, und ich war mir doch ziemlich sicher das dieses "geheimnissvolle Kiffen" mir nichts antut. Ich war damals etwa 14 Jahre alt lebte mehr oder weniger auf der Strasse und war eigendlich auf dem Weg in ein übergangsheim. Ich traf einen meiner Kumpels vom Bahnhof und wir quatschen ein wenig. Er fragte ob wir nicht was rauchen wollten und ich willigte ein. Gesagt getan, Hamburg bietet einige ecken in der City wo mensch mal schnell unauffällig eine Tüte drehen kann und so spazierten wir rauchend durch die City.
Nunja, lange rede kurzer sinn, ich merkte nichts, wir verabschiedeten uns, ich versorgte mich mit einer Prinzenrolle weil ich irgendwie appetit auf etwas süsses bekam.
So setzte ich mich dann in die S-Bahn. Das waren noch die schönen alten Klapperzüge die innen zum grossen teil aus Holz waren. Wo alles quietschte und klapperte und man aufpassen musst das mensch schnell genug aus der sich schliessenden Tür rauskam, die hatten reichlich power.
Nunja, die Strecke sollte von der City bis an den stadtrand gehen und irgenwie fing ich an zu grinsen. Ganz ungewollt und irgendwie unkontrollierbar. Naja fast, ich kuckte mich in der Fensterscheibe an, wir fuhren im Tunnel, und so konnte ich sehen, das ich nicht grinste. Zumindest nicht sichtbar. Die Differenz zwischen dem gefühl wie ich grinste und dem ernst, den mein gesicht zu tage treten lies, muss mindestens 2 sonnenmassen betragen haben. Naja so weit so gut. Ich war aber auch nicht alleine in der bahn. Und dazu trug ich schicksalhafterweise noch die offene Prinzenrolle in der hand. Es ist btw fast überflüssig zu erwähnen dass das bewegen meines Kopfes etwa dem rangieren eines 40Tonnen LKW's glich, nur das dem nicht so leicht schwindelig wird.
Neben mir sass eine Mutter mit ihrem kleinem Kind. Leider war das Kind wohl grade gross genug die Kekse (definitiv seine Lieblingssorte) zu identifizieren und die Erziehung war noch weit genug entfernt dass das Kind keine scheu zeigte mir Kekse abzubetteln.
OOOHJE...
Während ich also in dieser S-Bahn sass, ganz am ende eines Wagens, in der mitte einer Bank, so das ich den ganzen Wagen bis zum ende einsehen konnte, verwandelte sich das Fahrgeräusch in ein gigantischen schlagzeug, das dem von Desaster Area sicherlich alle ehre gemacht hätte.
Bitte lehnt euch zurück und geniesst nun, ich fuhr in dieser S-Bahn, inmitten des grössten vorstellbaren Schlagzeuges, grinste mir 'n ast ab das ich schon fast angst bekam und beschwichtige Mutter und Kind mit meiner bereitschaft nur allzugerne kekse gegen ein stück weniger Stakkato in dem Schlagzeug einzutauschen. Ich war subjektiv bereits eine ewigkeit (so 2 milliarden jahre) unterwegs und sehnte mich danach endlich dieses Kind los zu werden. Das Schlagzeug um mich herum wurde stückweise klarer und minimalst konnte ich sogar die Instrumente ausmachen, der klang blieb zwar der gleiche, aber so schön hat noch keine S-Bahn geklungen. Irgendwann stieg dann auch die Frau mitsammt Quengelgöre aus und überliess mich dem Stakkato der schliessenden Türen und dem neuerlichen beginn des Schlagzeugsolos.
Ich bin mir nicht mehr sicher wie lange das noch ging, die strecke ist eigendlich etwa 25~30 minuten lang (fahrzeit) und irgendwie kann ich keine 2 Stunden unterwegs gewesen sein, obwohl meine erinnerung locker dafür reichte. Als ich dann am ziel ankam, landete ich direkamente im Bett und versuchte die Erde zu überzeugen, das ich mich sicherlich wohler fühlen werde, wenn sie aufhöre sich um mich herum zu drehen. Ich glaub es hat sie nicht gekümmert, denn zum stillstand kam sie erst wieder als ich aufwachte weil es bald abendessen gab.
Irgendwie war das alles in allem beängstigend (vorallem weil ich alleine wahr, macht das NIEMALS! ohne erfahrungen) aber doch interessant. Im nachhinein bin ich sogar für die Quengelgöre dankbar, da sie vermutlich das verbindende element ist weshalb ich's nich vergessen hab.
Naja... Schade ist nur das ich niewieder einen derart heftigen THC-Trip erlebt hab. Wer weiss, vielleicht kommt das nochmal irgendwann. ;)

