Gift
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[edit] Gift
Die Definition des Begriffes "Gift" gestaltet sich nicht ganz einfach, da viele Stoffe in geringer Dosis vorteilhaft sind, in höherer Dosis aber gefährlich (z.B. Digitalis für Herzkranke im Vergleich zum verspeisten Fingerhut). In der Regel werden Stoffe, die nicht zur Einnahme vorgesehen sind und bei Einnahme zu Schäden am Körper bzw. zu entsprechenden Symptomen führen, mit dem Giftsymbol (Totenschädel mit gekreuzten Knochen) gekennzeichnet (z.B.: Methanol, Toluol, Benzol). Grundsätzlich ist, frei nach Paracelsus, allein die Dosis eines Stoffes ausschlaggebend für seine Giftigkeit.
Viele der hier beschriebenen Substanzen sind in ausreichender Dosierung giftig und können durchaus "leicht" eine letale Wirkung entfalten. Aber dies betrifft nicht nur die Stoffe, die wir unmittelbar als Drogen wahrnehmen.
Gift wird auch oft in gewissen Kreisen als Synonym für Drogen verwendet:
- "Such's Gifti!": Beliebte Aufforderung an den Drogenspürhund, bei der es dem Kiffer kalt den Rücken runterläuft.
- "Giftler": Herabsetzende Bezeichnung für Drogenkonsument.
Interessant auch in Kombination: Rauschgift, oder noch besser die österreichische Variante Suchtgift. Durch die negative Assoziation von "Gift" wird klar, wie sehr die Worte die Gedanken prägen. Wie kann ein Stoff der ein "Gift" ist, positive Verwendung finden? Die Bezeichnung "Droge" ist nicht mit dem Begriff "Gift" synonym, weshalb solche Bezeichnungen prinzipiell irreführend sind.

